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Autobahn

Noch ist es unsicher und führt in der Politik zu starken Kontroversen. Doch schon jetzt ist absehbar, dass ein Tempolimit in den nächsten 2 – 3  Jahren auch auf deutschen Straßen eingeführt wird. Der weiche Schmusekurs in der Politik wird also dazu führen, dass wir erneut ein Stück Freiheit verlieren werden. Ohnehin ist auf dem deutschen Autobahnnetz Vollgas oft ein Irrglauben. Baustellen, sie sind überall und viele Abschnitte sind bereits mit einem stricken Tempolimit versehen. Unklar ist allerdings, wo sich das Tempolimit bewegen wird. Die Grünen fordern 100 km/h. Sinn macht das natürlich kaum. Aber da die Niederlande mit ihren 100 km/h vorgeprescht sind, gilt dieses nun als ein möglicher Leitfaden. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass ein Tempolimit bei 130 km/h eingeführt wird.

In der Schweiz wurde ein Tempolimit von  km/h übrigens bereits 1973 versuchsweise eingeführt. Der Erfolg blieb aus und so wurde es bereits 1974 abgeschafft. Allerdings wurde 1976 dann das Tempolimit von 130 km/h eingeführt (1985 nur noch 120 km/h). Wer einmal in der Schweiz Urlaub gemacht hat, weiß, wie die meisten Schweizer darüber immer noch schimpfen. Doch was bleibt uns eigentlich, wenn auch bei uns das Tempolimit greift. Nicht viel. Am Ende bleiben nur noch die Strecken, wo man auf Motorsport wetten kann und vielleicht mit ein wenig Glück außerhalb der Rennsaison einmal rasen darf.

 

Tempolimit macht Sinn oder nicht?

Wir leben in einer Zeit der Klimahysterie, wo Fragen nach dem Sinn nicht mehr so genau genommen werden. Solange es Sinn machten könnte, reicht es bereits aus. Angeblich wolle die niederländische Regierung mit dem Maßnahmenpaket zum Tempolimit die Stickoxide, die ausgestoßen werden, reduzieren. Die Reduktion von Stickoxiden, was in erster Linie Einfluss auf die Luftqualität hat, würde ein Tempolimit auch die CO2-Emissionen senken können, die als hauptverantwortlich für den Klimawandel gelten.

In Deutschland lehnte der Bundestag erst Mitte Oktober einen Antrag der Grünen auf Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen ab. Dennoch sind hierzulande etwa 45 Prozent dafür, sofern die Umfragen glaubwürdig erscheinen. Es ist also wahrscheinlich, dass spätestens mit den nächsten Wahlen, wenn sich das Machtgefüge weiter verändert, auch das Tempolimit erneut in den Fokus gerät.

  

Weniger Unfälle durch 130 km/h

Neben der Klimahysterie wird dieser Punkt gerne ursachmäßig aufgeführt. Doch wie wahrscheinlich ist das? Dafür reicht ein Blick auf die Todesfälle. So sterben pro 1 Milliarde Fahrzeugkilometer 1,7 Menschen auf der Autobahn. Im Gegensatz dazu sind es auf den Bundesstraßen 6,3 Personen. Auch international gibt es keine wissenschaftliche Belege, die weniger Todesfälle oder Unfälle durch ein generelles Tempolimit belegen.

Gleiches findet sich bei den Klimagründen. Es gibt einige Wissenschaftler, die zumindest theoretisch annehmen, ein Tempolimit von 100 km/h käme der Umwelt zu gute. Vergessen werden dabei aber die praktischen Umstände. Mehr Stau, mehr Wartezeiten. Selbst bei den seriösen Schätzungen sind die Ergebnisse mau. So kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, das sich durch ein Tempolimit gerad einmal 2 Prozent der CO2 Emissionen aus dem PKW-Verkehr einsparen lassen. Mehr Worte braucht es wohl kaum …